#124 Meine Ordnungsreise: Was meine Mama über mich verrät ❤️
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00:00:00: Guten Morgen und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge.
00:00:05: Heute bin ich auch wieder nicht alleine, sondern ich habe hier meine Profiordnungsexperte neben mir – und zwar meine Mutter!
00:00:15: Wir haben schon mal eine Folge gedreht, vielleicht habt ihr die Folge auch... was heißt gedreet?
00:00:19: Also aufgenommen….
00:00:20: Vielleicht habt ihr diese Folge auch schon gehört.
00:00:23: Da haben wir im Prinzip, also eigentlich wollten wir über das Thema sprechen, über dass wir heute sprechen.
00:00:27: Aber wir haben uns dann so ein bisschen verquatscht.
00:00:29: aber ich fand es irgendwie auch total schön weil wir über dieses Thema gesprochen haben wie ordentlich früher mein Opa und meine Oma waren und wie halt ausso generell die Kriegsgeneration oder auch Nachkriegsgeneration damit umgegangen ist wenn sie neue Dinge gekauft hat oder halt auch mit thema aussortieren ordnung also so dieses dieses ich sag mal konsum verhalten was sich ja auch heutzutage sehr stark verändert hat teilweise ja auch leider ins negative und das haben wir im prinzip letztes mal beleuchtet.
00:01:01: es war nicht total spannend weil ich jetzt auch in der folge selber noch mal sehr viel erfahren habe über mein opa und meine oma und auch bei meiner mutter.
00:01:09: Und jetzt geht es in dieser folge im prinzil um meine ordnungsreise.
00:01:14: das heißt es geht darum, Wie war ich früher als Kind?
00:01:17: Also Mama, die Hörer kennt dich vielleicht schon von der letzten Folge.
00:01:24: Und mich würde mal interessieren... also ich habe ja nicht so die starken Erinnerungen an meine Kindheit.
00:01:30: und hast du irgendwelche Situationen wo du sagst da war ich als Kind schon ordentlich.
00:01:35: Da hast du vielleicht, ich sage mal als Mutter gemerkt okay das Kind wird vielleicht später ordentlich weil es jetzt irgendwie schon das und das macht.
00:01:44: Also nee, ich hab jetzt nie in dem Sinne nicht gedacht das Kind wird ordentlich.
00:01:50: Sondern du warst schon immer ordentlich vor allem... Das muss ich jetzt halt mal so sagen weil der Bruder ist nicht dabei.
00:01:56: im Vergleich zu deinem Bruder
00:01:59: warst
00:01:59: du wirklich sehr ordentlich.
00:02:01: also du bist bei deinem bruder ist man manchmal nicht mit Füßen ins Zimmer gekommen also man hätte schweben müssen und bei dir war das eigentlich nie der Fall.
00:02:13: Äh ne, ne, eine Übersicht da.
00:02:17: Ja das ist Wahnsinn!
00:02:19: Woran hast du das denn gesehen?
00:02:22: Weil ich kann mir das gerade selber nicht vorstellen habe ich dann als Kind einfach meine Spielsachen aufgeräumt?
00:02:28: oder also was waren so Faktoren wo du gesagt hast deswegen bin ich ordentlich.
00:02:33: Also ich hab diesen Gedanken aus der Linie dass ihr gedacht habt Ich hab jetzt noch eine Tochter die ist ordentlich wie so bewusst wahrgenommen.
00:02:41: Also ich fand's halt immer angenehm Gerade im Verhältnis zu deinem Bruder und die Großbeschwester war auch nicht so ordentlich.
00:02:50: Und dadurch hat sich da auch sehr viel angesammelt, die waren in gewisser Weise ein bisschen ja ich würde sagen ordentlich aber eben mit vielen Sachen.
00:02:59: Aber dass ich gesagt habe Ja also das ist jetzt ein ordentliches Kind Das war für mich nicht so im Vordergrund.
00:03:07: Es ist ja auch immer so, dass man die Kinder, ich sag mal, endlich erzieht.
00:03:10: Aber trotzdem entwickeln sie sich natürlich unterschiedlich.
00:03:12: Wobei ich auch immer dazusagen möchte, dass jemand nur weil er unordentlich ist und nicht unsympathisch ist oder deswegen irgendwie schlechter bewertet wird.
00:03:20: Weil ich selber auch mit vielen Menschen zusammen arbeite, die das ja nicht hin... Also ich sage jetzt mal ganz plump!
00:03:25: Nicht hinkriegen ordentlich zu sein was aber in dem Sinne nicht schlimm ist sondern es ist ja gut wenn man sich Unterstützung holt und wenn man für sich vielleicht auch sieht Das kann ich jetzt gerade nicht und ich habe halt jemanden, der mich dabei unterstützt.
00:03:39: Also der mir dabei hilft.
00:03:41: Gab es denn bei mir als Kind auch Bereiche wo du sagst da war ich unordentlich?
00:03:47: Ja ich kann mich da eigentlich gar nicht so an so Sachen gar nicht genau erinnern.
00:03:51: also ich kam eigentlich eher dran erinnernd als Du in die Pubertät gekommen bist und zwar war das so zwölf würde ich sagen Und da war das aber so, in dem Sinne könnte man nicht sagen mit Ordnung sondern du hast damals angefangen dein Zimmer zu strukturieren.
00:04:10: Also immer so konkret gesagt umzustellen.
00:04:13: also du hast relativ ja zwölf Quadratmeter war dein Zimmer und dann hast du immer versucht die Möbel die du hattest wieder anders hinzustellen weil du gesagt hast dass es jetzt gefällt mir besser beziehungsweise das ist jetzt optimal für das Zimmer.
00:04:29: Und dann kam auch manchmal, ich glaube das Bett oder irgendwas haben wir neu gekauft.
00:04:35: Dann war die Situation schon wieder eine andere und dann hast du da auch wieder was
00:04:39: umgestellt.
00:04:40: Manchmal haben wir uns ein bisschen gewitzelt und gesagt, ja das hält jetzt wahrscheinlich ne Woche aber es war dann kürzer.
00:04:51: Ich hatte damals auch eine Freundin in der Schule und die hat auch ständig ihr Zimmer umgestellt.
00:04:56: Und ich hab's irgendwie auch immer gemacht, wenn ich fand es so witzig.
00:04:59: also vor allem das war ja immer voll der Aufwand Die Möbel.
00:05:03: Also ich hatte ja auch teilweise ein Schrank oder auch einen Kalachsregal vielleicht kennen das viele noch von IKEA mit so sechzehn Fächern und das war halt auch wirklich von der Kraft.
00:05:14: oder auch ein Bett, was einen Meter Sechzig Breite ist.
00:05:16: Oder einen Meter Vierzig umzustellen war halt krafttechnisch völlig voll anstrengend und irgendwann habt ihr ja auch gesagt wir helfen dir dabei nicht mehr weil du halt ständig umstellst es einfach so übertrieben auch Und ich hatte aber immer wieder neue Ideen.
00:05:29: Ich habe mir das teilweise auch auf einem zettel aufgezeichnet und dann irgendwie So Umstellungen im Kopf gehabt.
00:05:35: hat das dann so ganz?
00:05:36: also wirklich Ja, in allem was irgendwie ging mal umgestellt.
00:05:40: Also mal stand das Bett gefühlt neben der Tür, mal stand es am Fenster, mal Stand seitlich vom Fenster mal gegenüber also oder Mal war der Schrank wie so ein Raumteiler mitten im Raum, mal war der aner Wand, also immer wenn ihr die Tür aufgemacht habt, sah es gefühelt anders aus.
00:05:56: Ich fand das richtig cool!
00:05:57: Ich hab witzigerweise als wir jetzt hier ins Haus eingezogen sind, meinen Büro auch glaube ich drei oder vier, fünf mal umgestellt.
00:06:03: Und da musste sich so ein bisschen an die Zeit früher denken, als ich halt so ein eigenes Zimmer hatte und so unberührt von dem normalen Haushaltsgeschehen nenne ich es immer wieder mein Zimmer umstellen konnte.
00:06:14: Und so habe ich das oben teilweise auch gemacht, wobei ich jetzt schon meine Umstellung gefunden habe, wo ich sage, dass finde ich so gut in meinem Büro.
00:06:21: Aber ja, ich entsinne mich!
00:06:23: Okay also das war so die Phase, da hab' ich Struktur...
00:06:26: Ja, das war schon ... Das ist schon eine Phase wo wir uns auch Papa sich sehr gut daran erinnern können.
00:06:34: Weil es war dann oft abends, dass das losging.
00:06:38: Wir saßen im Wohnzimmer und irgendwann haben wir diese Geräusche gehört und dieses Geruckel.
00:06:44: Dann hat Georg gesagt, jetzt wird's doch noch mal anders umgestellt.
00:06:51: Wobei
00:06:51: wir immer gedacht haben, naja, jetzt ist so die endgültige Fassung da.
00:06:55: Ne, nie Hoffnung.
00:06:58: Es war dann manchmal schon erstaunlich was man noch so aus dem Raum rausholen konnte?
00:07:03: Ja ich fand das total cool!
00:07:05: Also ich weiß dass sich einmal eine Umstellung hatte da kann ich mich noch so prägnant erinnern.
00:07:09: Ich habe auch teilweise Fotos von gemacht aber irgendwann hab' ich keine mehr gemacht weil es einfach zu oft war.
00:07:14: Aber einmal hatte ich so das Regal links Nee rechts von der Tür.
00:07:18: also die Tür ging nach links auf Und dann war links auch direkt eine Wand und dann hatte ich rechts direkt einen Regal.
00:07:24: Das war so dieses Kallax, dieses Sechzehn-Regal... ...und dann hatte sich sozusagen an der anderen gegenüberliegenden Wand noch mal ein Regal und das war dann wie so ein Tor wo man da durchgegangen ist zwischen den Regalen und ich hatte dann halt... Hinter der Tür im Prinzip meine ganzen Klamotten und wenn man so reingekommen ist, stand da mein Bett und mein Schreibtisch.
00:07:44: Und das war so richtig schön mittig geteilt.
00:07:47: Und obwohl der Raum ja quadratisch ist... Ich finde bei quadratischen Räumen die immer schwerer zu teilen also den Raum zu trennen als bei länglichen Räume.
00:07:57: Da ist es irgendwie mehr drin in der Anatomie des Raums.
00:08:02: Obwohl das quadratischer war habe ich's immer hingekriegt.
00:08:05: Das war so witzig, das war echt lustig!
00:08:08: Ja, das stimmt.
00:08:12: Das ist jetzt so prägnant was mir bei uns oder bei mir so hängen geblieben
00:08:19: ist.
00:08:19: Ich weiß auch noch dass ich früher als Jugendliche immer... Also da hatte ich halt wirklich viele im Freundeskreis die auch unordentlich waren weil das halt keine Priorität hatte.
00:08:29: und ich habe früher auch mit fünfzehn schon angefangen meine Bilder zu sortieren.
00:08:32: also da saß ich teilweise freitag abends am pc und hab meine Bilder einfach sortiert.
00:08:37: Und ich weiß auch, dass ich oft... Auch wenn ich mal Filme geguckt habe oder so.
00:08:42: Früher gab es ja noch dieses Asi-TV mit mitten im Leben und so Sachen.
00:08:46: Da waren immer alle unordentlich und auch im Freundeskreis.
00:08:49: Es waren immer alles unordnlich und hatten viel!
00:08:51: Also ich will jetzt hier keine Namen nennen aber vielleicht entsinnst du dich an ein paar Freundinnen wo du vielleicht auch mal warst und dachtest ahja da ist jetzt nicht also du mich mal abgeholt hast und wir hatten bisschen mehr?
00:09:01: Und ich hab dann irgendwie eine Zeit lang gedacht, dass mit mir was nicht stimmt.
00:09:05: Weil ich so ordentlich bin und ich habe auch oft in der Schule Kommentare bekommen also negativ zu meiner Ordnung.
00:09:12: deswegen habe mich da früher auch ein bisschen ich sag mal einen Anführungsstrichen mitzukämpfen gehabt weil in meiner Jugend war oft dieses Thema ja warum bist du so ordentlich?
00:09:20: Ich habe gar keine Zeit aufzuräumen oder hast du zu viel zeit und ich hab immer gedacht hätte die Ordnung Die spart mir doch voll viel zeit.
00:09:29: also für mich war das total komisch dass leute das so.
00:09:32: Also negativ gesehen haben die ordnung und das dir aber auch gedacht haben ordnung kostet zeit, also natürlich wenn du unordentlich bist und aufräumst kostet ordnung Zeit sie herzustellen.
00:09:41: aber wenn du ne Grundordnung hast und sie pflegst dann spartest ihr halt voll viel Zeit.
00:09:46: ich habe halt nie nach irgendwas gesucht oder so.
00:09:50: Das fand ich immer so ein bisschen Krass, muss ich sagen.
00:09:52: Also das fand ich immer so schade, dass es nicht gesehen wurde.
00:09:55: und dann hatte ich das ja in meiner ersten Ausbildung im Bereich Wirtschaftsinformatik.
00:09:59: Das war ja eine schulische Ausbildung.
00:10:01: da habe ich ja mit siebzehn angefangen alles akribisch einzuscannen und da hatte auch mein Arbeitsplatz dann nicht mehr in meinem Kinderzimmer sondern hatte den oben bei Papa am Arbeitszimmer.
00:10:12: Ja, ja.
00:10:12: Gegenüber, ne?
00:10:13: Ja genau!
00:10:14: Ihr
00:10:15: saßt euch gegenüber...ja das weiß ich nur.
00:10:16: die zweischreibtische,
00:10:18: ja?
00:10:18: Genau da waren wir uns gegenüber.
00:10:19: Die Schreibtische waren mit der langen Seite so Rücken an Rücken standen die und ich hab da immer meine Hausaufgaben gemacht.
00:10:25: Ich habe da Sachen eingescannt und so digital mich strukturiert Und dann habe ich halt wirklich jedes einzelne Blatt eingescannt Hab das auf so ein Flachbett Scanner gelegt also mit so einem Glas unten Und das hat wirklich auch sehr lange gedauert, dass alles eins zu scannen.
00:10:40: Also da habe ich mir sehr viel Zeit dann auch genommen und dann kam in der Schule auch immer Leute, oh ja du hast alles digital, warum bist du so ordentlich?
00:10:48: Da war auch immer so gemäckert und ich hab auch mal meine Lernzettel richtig gut strukturiert, digital geschrieben und ausgedruckt.
00:10:54: Das fanden die Leute auch mal scheiße auf gut Deutsch gesagt.
00:10:57: also es war immer sehr stark Kritik, die ich für meine Orten bekommen habe.
00:11:01: Also das ist meine Erinnerung... dass ich halt zwar positiv von dir gesehen hab, wie schön Ordnung ist oder auch von Papa.
00:11:08: Aber negativ, dass es so eine heftige Resonanz auf die Leute hatte.
00:11:12: also sehr lange bis ich fast zwanzig war oder so habe ich immer auch gedacht.
00:11:17: das ist irgendwie ne schlechte Eigenschaft ordentlich zu sein.
00:11:20: Also ich glaube auch, dass man da ein bisschen weiß nicht aus welchem Grund heraus aber man kennt's immer noch so dass die leute so n bisschen drüber spotten und das ein bisschen ins lächerliche ziehen.
00:11:32: Also man muss im Grunde erst mal zu der Erkenntnis kommen, dass man sagt ich spare mir Zeit wenn ich ordentlich bin.
00:11:41: Weil es gibt ja auch Leute die sagen wieso?
00:11:43: Ich habe auf meinem Schreibtisch fünf Meter Bücher Zeitschriften und ich weiß genau wo was ist.
00:11:49: das kann ja sein aber normalerweise ist es schon so dass unordene mehr Zeit erfordert.
00:11:56: Ja auf jeden Fall!
00:11:59: Da war, da warst du noch glaube ich in der Orientierungsstufe.
00:12:02: Da warst Du noch mit Deiner Freundin und Freundin.
00:12:04: Und die kamen dann mittags... Also sie haben dich zurückgebracht und die Mutter sagt hast du vieler solcher Plastik-Umschläge für die Hefte und so was?
00:12:13: Sie sagt ich weiß nicht wo ich die kaufen kann!
00:12:16: Ich hatte die damals sortiert und habe gesagt ja ich hab das im Keller Und der Keller war damals ja noch voller.
00:12:24: und dann bin ich in den Keller gegangen, hab gesagt hier sind welche.
00:12:27: In Grün, Lila und Rot.
00:12:29: Wisst ihr die haben?
00:12:31: Dann sagt sie das ist bei dir wie so im gemischt wahren Laden.
00:12:35: Das sag' ich ja!
00:12:36: Ich weiß aber ich weiß wo was is in meinem Laden.
00:12:39: Ja.
00:12:40: Und da konnte ich dir das geben.
00:12:42: Ach cool.
00:12:43: Witzig an die Umschläge entsinn ich mich doch.
00:12:47: Ja, aber das meine ich halt.
00:12:48: Das ist auch diese Findbarkeit.
00:12:49: also für mich war das immer so.
00:12:50: Ich musste im Kopf immer so meine Sachen vernetzt haben wie so ein Spinnetz oder so ein bisschen dass ich weiß wo sind meine Schuhe?
00:12:59: Wo sind meine Unterhemden?
00:13:01: Wo die Schlüpper?
00:13:03: Wo denn meine Schul-Sachen?
00:13:04: Also so diese ganzen Sachen... Ich finde es halt immer so schwierig wenn du halt diese Verknüpfung nicht hast.
00:13:12: Also ich bin jetzt nicht so spirituell angehaucht Aber ich habe mal empfängt schui was gesehen oder gelesenes fand ich sehr spannend.
00:13:18: da ging es darum dass unordnung halt auch diese.
00:13:22: Verknüpfung die du zu gegenständen hast irgendwann schwächer werden lässt oder komplett ich sag jetzt mal auflöst.
00:13:29: das heißt halt dadurch dass du irgendwie eine schublade hast oder ein bär also ne schublada mit kaustrin oder berg mit mit dokumenten oder klamotten was auch immer.
00:13:38: Dass du dann irgendwann nicht mehr weißt, was ist da drin?
00:13:41: Was habe ich da?
00:13:42: wo hab ich das?
00:13:42: dieses Gefühl.
00:13:43: Das verschwindet irgendwann dieses Gefühl der Gewissheit der Sicherheit der Kontrolle und das finde ich so schwierig weil damit kann ich nicht umgehen.
00:13:50: also dass es vielleicht auch wieder eine Schwäche war.
00:13:53: Ich bin unter anderem auch ordentlich weil ich manchmal habe ich schon öfter gesagt Menschen die unordentlich sind bewundere in Also insgeheim weil ich denke Ich kann gar nicht so sein wie die, weil ich würde diese Art von Unordnung oder diesen Grad von Unordnung nicht ertragen.
00:14:10: Und dieses Thema das mir halt Ordnung nicht nur die Zeit spart dass sich alles finde sondern auch dieses Thema dass ich sage ich habe für mich die Gewissheit also diese Verbindung im Kopf wo was liegt Das ist für mich extrem viel Ruhe.
00:14:23: Ja aber ich meine man kann das ja auch nachvollziehen je mehr du hast an Ständen oder an Materialien mehr musst du ja irgendwo da speichern.
00:14:34: Ja, genau bei dir.
00:14:36: und dass das irgendwann mal auch vielleicht fast will ich nicht sagen aber das Gehirn zu voll ist und dann durcheinander entsteht das kann man sich hier eigentlich auch denken.
00:14:50: Also ich finde es halt immer sehr Schwierig, weil man halt zu viel hat also zuviel besitzt.
00:14:56: Weil ich dann immer denke es ist halt einfach mega anstrengend und man hat halt auch mehr was man ja organisieren und verwalten muss.
00:15:03: Also ich habe auch manchmal Themen mit gewissen Personen.
00:15:07: Ich will jetzt keine Namen nennen aber manchmal wenn ich von irgendwas zu wenig hab das dann gesagt wird.
00:15:11: einmal hatten wir letztes Jahr eine feier.
00:15:13: Und dann wurde auch kritisiert Von einer Person die eigentlich gar nicht ich sag jetzt mal in dem Sinne davon betroffen war Wir hätten nicht genug Teller als wir haben halt zehn Große Teller, zehn kleine und zehn Suppenteller.
00:15:24: Also dreißig Teller.
00:15:26: Und es gab bei der Feier halt ganz normal Pizza.
00:15:29: Also Pizza kann man ja auch auf Verhand oder servierte essen.
00:15:33: Dann wurde von einer anderen Person gesagt, ihr habt gar nicht einen Teller!
00:15:36: Ihr ladet dreizig Leute ein und habt nur dreizig Teller so.
00:15:40: Wobei ja zehn davon Suppentellers sind.
00:15:41: Das heißt jetzt steht der Hund hier gerade vom Couchtisch um.
00:15:47: Der lag nämlich gerade die ganze Zeit bei meiner Mutter auf den Füßen.
00:15:50: Das finde ich immer so schön, das ist so schön warm!
00:15:53: Ja und jetzt liegst du wieder im Körbchen ne?
00:15:55: Auf jeden Fall wurde das dann so ein bisschen kritisiert mit den Tellern und... Ich habe dann halt gesagt weil mich das echt nervt wenn man so besch- also ich kritisiere ja auch nicht dem Bestand von anderen Menschen dass sie zu viel haben.
00:16:08: Und da möchte ich aber auch nicht kritisieren werden was ich zu wenig hätte.
00:16:11: Und ich hab dann nur zu der Person gesagt, ich bin noch keine Catering-Firma.
00:16:16: Manche haben ja immer diese Vorstellung gerade auch in einer Küche die Sachen, dass sie sagen, ich brauche zehn Kuchenformen, ich brauch fünfzig Teller, ich braucht Besteck für Gäste oder Kaffeeservis.
00:16:28: Das hatte man früher auch.
00:16:30: Oder ich brauch zwanzig Sektgläser und Weingläser.
00:16:33: Das haben wir alles nicht!
00:16:34: Und das will ich auch nicht bei uns haben.
00:16:36: Weil ich auch immer denke wie so darf man denn den Sekt nicht aus dem Wasserglas trinken?
00:16:41: oder aus dem Weinglas.
00:16:42: Das ist doch an sich scheißegal, das sind irgendwelche festgelegten Regeln die früher mal gemacht wurden weil man dachte dass sieht dann toller und edler aus wenn man für jede Art von Getränk ein Gefäß hat.
00:16:53: aber im Endeffekt trinke ich halt auch mal Wasser außer T-Tasse oder T aus einem Glas.
00:16:59: also weißt du das muss man so bisschen umdenken weil man oft... das ist jetzt gerade noch mal ein anderes Thema was ich grad aufmache aber der Thema so Verwendungszweck von Gegenständen dass man halt oft Gegenstände Für Dinge, also nur einen Verwendungszweck für einen Getränk oder für einen Gegenstand haben darf.
00:17:16: Aber manchmal ja ein Gegenstand auf mehrere Sachen verwenden kann und das finde ich halt so wichtig.
00:17:20: Ich find' dass auch man sieht es immer so krass.
00:17:22: Man hat ja so viele Schalen immer, ne?
00:17:24: So in der Küche Und du kannst ja die Schale.
00:17:27: Also wenn ich jetzt so eine Schale hab Eine Suppen-Schale Dann kann ich die ja nehmen für Suppe, für Salat, für Joghurt oder für Müsli.
00:17:34: Also wer sagt mir denn, dass ich für Müsli eine Müslischale brauche?
00:17:37: Für Salat ne Salatschalle und so weiter.
00:17:40: Ich kann ja eine Schale für vier Sachen nehmen.
00:17:42: Und wieso legt das jemand fest oder wieso nimmt sich das jemand raus festzulegen wie ich mein Geschirr nutzen soll?
00:17:48: also Das ist ein Thema das wollte ich jetzt noch grad mal gerade anschneiden aber best gar nicht wieder darauf gekommen sind.
00:17:54: Aber da muss man immer so bisschen gucken ah somit Bestand genau und wie man das verknüpft im Kopf dass es halt dann auch so vieles.
00:18:01: Aber was ich nochmal fragen wollte jetzt so zum thema mit mit mir und der Ordnung.
00:18:06: Also du hattest ja jetzt gesagt, ich habe in meiner Jugend so strukturiert und mein Zimmer viel umgestellt und... Ich war aber in meiner Jugend, war ich da irgendwann mal eigentlich richtig unordentlich?
00:18:17: Also dass du wirklich dachtest jetzt soll Julia mal ihr Zimmer aufräumen?
00:18:23: Ja also in so ein konkretes Erlebnis kann ich mich glaube ich nicht erinnern.
00:18:29: Aber es kann Ja, mit den Klamotten.
00:18:34: Wobei du nie viel Klamott gekauft hast.
00:18:38: Wir hatten ja auch so ein Budget für jeden Monat.
00:18:43: Das fand ich auch richtig gut.
00:18:46: Und
00:18:47: hin und wieder bist du ja auch... mit Papa einkaufen gegangen und er hat sich ja dann doch manchmal auch irgendwas anderem noch überreden lassen.
00:18:55: Ich fand es eigentlich im Nachhinein immer relativ im Vergleich zu anderen Jugendlichen fast wenig, was du eingekauft hast.
00:19:02: Und gut das lag manchmal ein bisschen mal ungeordnet so als Haufen auf dem Bett aber... Das hat mich jetzt eigentlich auch nie so gestört, weil es ja eigentlich immer so war, dass der Boden frei war.
00:19:16: Das war für mich schon ein Kriterium.
00:19:19: Der Boden ist frei und du kannst da laufen oder stolperst nicht drüber.
00:19:23: Vor allen Dingen trittest du nicht auf den Legostein was furchtbar
00:19:27: geht?
00:19:27: Oh Gott!
00:19:28: Also Barfuß
00:19:29: auf dem Legosteyn ist ganz furchтbar.
00:19:32: Ist ganz schrecklich.
00:19:36: Das kann ich von deinem Bruder sagen.
00:19:38: Und deswegen ist das andere für mich im Grunde auch dann ordentlich.
00:19:43: Ich muss gerade an so ein Spruch denken, es gibt bei Instagram einen Post der an alle Menschen geht die man nicht mag und da steht dann so I hope you step on a Lego.
00:19:53: also ich hoffe du trittst auf eine Lego schnell weil das ist die Todeshörle, boah das ist so schlimm!
00:19:58: Ja, deswegen ich schwitze.
00:20:01: Der Bruder
00:20:01: hatte ja viel Lege und du hast mit Playmobil viel gespielt.
00:20:05: Also Lege war gar nicht so Deins?
00:20:08: Gott sei Dank lag auch nichts rum!
00:20:10: Und Playmobile war eher so Deines und das kann man auf dem Tisch spielen oder auf der Erde.
00:20:17: Das mit den Klamotten habe ich irgendwie immer noch ein bisschen als Schwäche dass sich meine Wäsche nicht so... Richtig wegrollen.
00:20:24: Ich mag das nicht so gerne, obwohl ich ganz wenig nur falte und viel hänge.
00:20:29: Das geht schneller aber es verbraucht mehr Platz.
00:20:32: also Falten dauert länger und verbraut weniger Platz und Hängen dauert kürzer und ver braucht mehr Platz.
00:20:37: Aber wir haben ja genug Platz, wir haben nicht so viele Klamotten Martin meinen Freund auch nicht.
00:20:42: von daher geht das eigentlich gut.
00:20:46: Und irgendwann bin ich dann ein paar Jahre später ausgezogen Als ich dann, wie alt war ich?
00:20:52: Zweiundzwanzig.
00:20:53: Da hab' ich fertig mit meiner zweiten Ausbildung als Raumerstatter und da habe ich bei Hammer gearbeitet.
00:21:04: also war dann eine Dreiviertelstunde Fahrt von euch und dann habe ich ja gesagt was heißt ich hab gesagt ich ziehe aus das hat sich halt so ergeben auch vom Gehalt kann nicht mehr das erleisten und hatte dann halt meine erste eigene Wohnung Und da war ich aber auch schon.
00:21:19: Also da hatte ich dann auch eine ganz gute Grundstruktur.
00:21:25: Ja, da hast du auch... Die war eigentlich ein bisschen groß, ne?
00:21:29: Ich fand die auch im Infekt schon echt groß, so zwanzig Quadratmeter also für die jetzt zuhören aber es war halt mit schräg und irgendwie waren's dann fast achtzig Quadratmetern weil man ja immer nur diese vollen Meter als Quadratmeter rechnen darf und ich fands A-groß.
00:21:45: Ich fand auch jeden Raum, also Badezimmer, das waren in zwei Zimmerwohnungen.
00:21:49: Der Flur war ein bisschen klein, weil das war so eine Schlauchflur.
00:21:53: Der ging aber auch noch mal so ein bisschen um die Ecke.
00:21:55: Aber ansonsten die Räume fand ich auch arg riesig!
00:21:58: Also da musste sich erst mal gucken was ich da überhaupt reinstellte.
00:22:02: Genau, genau.
00:22:04: Ja und ich muss aber sagen wenn ich mir jetzt Fotos... also es ist ja jetzt über zehn Jahre her dass ich ausgezogen bin.
00:22:10: Wenn ich mir Jetzt Fotos angucke von meiner ersten Wohnung finde ich, dass ich da viel Kram hatte.
00:22:15: Das ist voll bescheuert eigentlich ne?
00:22:18: Ja, das ist das sogenannte Dekozeug.
00:22:21: Was man so hat.
00:22:23: Aber es ging...
00:22:24: Also wenn ich so denke, wenn ich mir anrufe und manchmal ankomme, denke ich, es war eigentlich gar nicht viel.
00:22:28: aber ich habe mich halt tendenziell in den letzten Jahren vielleicht jetzt auch mittlerweile meinen Beruf geschuldet dazu entwickelt dass ich weniger hatte Und aber auch gemerkt hab' dass ich mit weniger zufrieden bin und wie wertvoll frei Flächen sind.
00:22:43: Und früher hatte ich halt öfter dann hier noch was liegen und da noch was stehen.
00:22:47: Das war irgendwie so mehr, was ich da halt ... Was ich da hatte.
00:22:51: also deswegen Ja aber irgendwie mit den Wohnungen das ging ja alles mit der Ordnung.
00:22:56: nicht wundern wenn die im Hintergrund etwas kackseln hört.
00:22:59: Der Hund hat sich gerade einen Kaffee Holz geschnappt Aber ich glaube dass hört man gar nicht so arg wie man jetzt das hört.
00:23:06: Ich kann mich auch noch an die Wohnung erinnern, da hattest du ja auch das große Kallerts.
00:23:09: Das hat sich angeboten dass man da ziemlich viel Zeug reinstellt.
00:23:15: aber das ist halt einfach so eine Phase.
00:23:17: also ich habe auch ne Zeit lang unheimlich viel so an Dekosachen gekauft auch so saisonal gedacht mehr Herbst und sowas und gedacht es doch schade bin das jetzt Da ist so eine freie Fläche, da kann man doch was draufstellen.
00:23:32: Ja genau!
00:23:34: Das war
00:23:35: der Grund nach
00:23:36: und
00:23:36: außerdem war es ja auch nicht so teuer.
00:23:38: das ist ja auch immer so eine Sache.
00:23:39: ich denke manche Dinge sind gerade bei den Dekosachen oder... Ich denke jetzt mal an diese Euroläden.
00:23:48: also die sind ja ganz nett.
00:23:49: aber ich glaube sie haben auch dafür sorgt dass die Leute Zum Teil auch mehr Messy werden.
00:23:55: Nur Quatsch kaufen,
00:23:56: ne?
00:23:57: Weil das ist so sportbillig dass es irgendwelche Mist aus China und da denkt man halt ja kauf ich mal is ja kein Geld.
00:24:04: Ja und schlechte Arbeitsbedingungen natürlich
00:24:06: auch
00:24:07: für die Kinderarbeit wie auch immer.
00:24:08: aber Ich finde das auch krass weil diese einen Euro-Läden sind gekommen.
00:24:12: Da war ich damals zwölf also es ist schon über zwanzig Jahre her.
00:24:15: da war ich dann mit meiner Schwester auch mal drin da war das für uns noch ganz neuen.
00:24:19: besonders
00:24:20: Jetzt
00:24:20: ist das so normal dass Dinge so günstig sind und ich finde das so furchtbar, weil man jetzt ja auch so dieses hat.
00:24:27: Früher war das ja... Überlegt da, wenn man was gekauft hat und heute kann man alles immer irgendwie haben und kaufen.
00:24:33: Also auch mit diesen Bestellen und Amazon Prime.
00:24:35: Und ich finde das... also ich find' dass auch nicht gut.
00:24:38: Ich hab auch kein Amazon Prime weil ich mir denke dann muss sich halt selber mein Hintern hochkriegen und das noch irgendwo vor Ort besorgen, wenn ich es brauche oder ich muss halt früher besser planen.
00:24:47: Das ist halt pünktlich da.
00:24:49: Weil ich find's so schlimm.
00:24:50: Also die Lieferanten und so, die haben ja alle so viel immer, die müssen soviel ausliefern.
00:24:55: Ich denke mal es ist halt weil wir so viel bestellen und alles immer schnell sofort haben wollen also es muss immer alles sofort verfügbar sein Und das ist so wie kennen das gar nicht dass das ding einmal nicht gibt oder nicht?
00:25:07: Also dass man oder dass man irgendwas wo nicht bestellen kann irgendwas näher ist sozusagen Es gibt's nicht.
00:25:12: Das finde ich halt einfach schwierig.
00:25:14: Also jetzt auch noch ein anderes thema.
00:25:16: aber ich find's spannend ne
00:25:17: ja oder auch dass man einfach sich auch was freut dass mir sagt Ich meine, komme ich jetzt mal wieder auf meine Eltern zurück.
00:25:26: Die hatten auch von den guten Klamotten... Meine Mutter hatte glaube ich zwei, drei Kleider für mal Sonntags oder wenn sie mal wo eingeladen waren.
00:25:37: Mein Vater hat glaube ich Zwei Anzüge gehabt.
00:25:39: das war es dann und da hat man dann auch drauf gespart und hat die dann immer wieder zurückgehängt in Kleiderschrank wenn man sie nicht gebraucht hat.
00:25:47: aber auch so andere Dinge wo man gesagt hat Das hätte ich jetzt vielleicht gern, man hat mir vielleicht ein halbes Jahr drauf gespart.
00:25:54: Ja genau!
00:25:55: Und dann gesagt, jetzt kann ich es kaufen und da war mal unheimlich glücklich und stolz drauf und hat gesagt, Jetzt kann nichts mehr leisten.
00:26:02: Und das war dann für einem selber, für die Seele, für den Körper war das viel besser.
00:26:10: Es war eine andere Wertschätzung.
00:26:12: auf jeden Fall weil das finde ich auch voll den wichtigen Punkt, den du da gerade nennst mit dieser... Vorfreude.
00:26:19: Also man sagt ja auch immer, vor Freude ist die schönste Freude.
00:26:21: Ich vergleiche das mal so ein bisschen weil ich bin ja so ein Weihnachtsfreak also ich freue mich immer so unnormal auf Weihnachten und könnte gefühlt das ganze über Weihnachtsfilme gucken.
00:26:30: Und ich kann ja nicht verändern, also kann ja nie Weihnachten vorziehen sondern es ist ja mal ein festes Datum wann Weihnachten ist.
00:26:37: So ähnlich stelle ich mir das halt auch vor wenn früher die Personen jetzt deine Eltern oder generell die Leute aus der Generation auf Dinge gespart haben dass man dann vielleicht wirklich sich abgefunden hat, dass man etwas nicht haben kann und das finde ich gibt's heute gar nicht mehr so.
00:26:53: Also ich find es ist immer so weil das halt im Internet auch sehr stark so gezeigt wird immer dieses Ich kann mir immer alles leisten und auch halt sehr junge Leute wie ich auch in der letzten Folge gesagt hatte schon sehr früh Dinge haben wo ich dachte wow das konnte ich mit dem Alter noch nicht leisten aber ich denke dann andersherum jetzt nochmal ein Schritt weiter.
00:27:13: sind wir deswegen glücklicher?
00:27:16: Ich würd's eigentlich nicht sagen.
00:27:17: Ja, und das ist das Ding!
00:27:19: Das ist nämlich genau der Punkt weil ich denke immer am Anfang war es ganz toll und interessant und neu mit... Ich kann im Internet bestellen, ich bekomme das geliefert oder es gibt einen Euro-Laden, ich kriege irgendwas günstig.
00:27:32: aber ich finde mittlerweile hat sich das ja total abgenutzt und dann ist das irgendwie so rammisch der dann irgendwann zu Hause einfach rumsteht keine Qualität hat und du hast halt kaum Vorfreude.
00:27:41: also wie oft sehe ich das bei anderen?
00:27:43: dass die so viele Pakete bekommen.
00:27:45: Entweder haben sie die Pakete noch gar nicht ausgepackt, weil die es so viel bestellt haben oder die haben die ausgepacked aber haben das noch gar nichts verräumt.
00:27:53: Weißt du?
00:27:54: Dann liegt das einfach so ausgepackt auf dem Paket oder das Paket ist auch nur aufgemacht und kurz reingeguckt.
00:28:02: Ja und das Paket ist auch gar nicht weggeräumt, also der Karton davon.
00:28:06: Und dann denke ich immer so boah das sagt doch so viel aus.
00:28:10: Also wie wir mit Dingen umgehen, wie wenig Wertschätzung wir haben und dann irgendwie auch wieder für was geben wir Geld aus?
00:28:15: Also Thema Finanzen.
00:28:17: Das finde ich dann immer wenn ich daran denke dass es schöner war weil das ein bewussteres Konsumieren war streckt sich in der Hund mit seinen zwanzig Meter langen Beinen.
00:28:31: Ja, Hund hat wirklich unfassbar lange Beine.
00:28:33: Es ist heftig!
00:28:35: Ja auf jeden Fall machst du ja ein bewussteres Konsumieren als heute.
00:28:40: also weil man einfach wie du sagtest dass man hatte das Geld nicht aber man hatte auch diese Verfügbarkeit durch E-Fast Service oder durch einen Euroläden und so was.
00:28:51: Und es waren halt Dinge auch noch teurer.
00:28:53: Das ist halt das Ding.
00:28:55: Und deswegen musste man drauf sparen.
00:28:56: und deswegen muss man überlegen, wenn ich jetzt keine Ahnung.
00:28:58: Fünf D-Mark habe kann nicht mehr nicht fünf Sachen davon kaufen sondern vielleicht nur zwei Sachen.
00:29:03: und da muss sich halt sparen.
00:29:04: auch dieses Aushalten von Warten.
00:29:07: Ich hatte das letztens bei einer Weiterbildung wo ich letzte Woche war Bei diesem Barcamp.
00:29:12: was ich euch in der anderen Podcast Folge mal erzählt hab Da hat auch eine erzählt es fand ich total spannend dass wir Menschen Das jetzt aber jedem zweiten ADHS Diagnostiziert wird.
00:29:24: Ich kenne hier nicht von den Leuten die Geschichte, die das haben.
00:29:28: Das muss auch immer ärztlich abgeklärt werden und ich bin ja kein Arzt.
00:29:35: sehr oft diagnostiziert wird bei Menschen, die es vielleicht gar nicht haben.
00:29:39: Weil wir dieses Warten nicht mehr aushalten können weil immer auch am Handy gehangen wird und immer geguckt und bestellt und konsumieren ist ja nicht nur ich bestelle im Pullover sondern konsumierend ist auch bei Instagram.
00:29:51: ständig gucken was macht der andere?
00:29:53: Und immer wieder dieses up to date sein und Angst haben was zu verpassen und das ist halt so ein Thema wo man immer so bisschen gucken muss Wie man halt dann auch damit natürlich umgeht, weil das ist so dieses Konsumieren mental.
00:30:05: Dieses mental load also da mehr gerade kann man auch schon wieder extra noch mal sprechen.
00:30:10: Ja, also deswegen.
00:30:11: Aber ich wollte nur noch mal ganz kurz darauf zurückkommen.
00:30:13: Wir sind jetzt schon bei über dreißig Minuten.
00:30:15: Oh
00:30:15: Gott!
00:30:18: Das ist ja gut wenn man nicht merkt wie schnell die Zeit drum geht.
00:30:21: aber ich wollte sagen und jetzt kennt ihr mich als ordentlichen Menschen natürlich auch durch die Selbstständigkeit und so weil ich damit Geld verdiene natürlich weil ich davon lebe was ich mache und da schließt sich ein bisschen der Kreis.
00:30:38: das finde ich so ganz spannend dass ich früher halt gar nicht dachte, dass sich damit Geld verdienen könnte.
00:30:43: Wobei ich früher auch gerne beim Trödeltrupp oder so gearbeitet hätte aber ja jetzt sich das so ergeben kann.
00:30:49: Ich hätt' es auch nicht für möglich gehalten, dass... Ne, falsch rum!
00:30:53: Nee, ich hätt's schon für möglich gehalten, dass du mal in der Richtung dich weiterentwickelst beziehungsweise selber so ein in dem Bereich arbeitest.
00:31:01: Aber das war ja auch und für Dich was ja auch ne?
00:31:03: Es war ja eine Entwicklungszeit, ne?
00:31:05: Du
00:31:06: hast
00:31:06: ja gemerkt, als du bei Deiner letzten Stelle warst wo du mir oft erzählt hast, also dass du deinen Arbeitskolleginnen ein bisschen auffällst und wo jemand gesagt hat ach Frau Schuhr das ist ja die, die hetzt immer durch die Räume oder durch die Gänge.
00:31:21: Ja warum?
00:31:22: Weil sie vielleicht auch so die Abläufe besser machen will und auch eine Struktur in den ganzen Laden reinbringen.
00:31:31: Ich muss sagen generell fand ich meine Arbeitsstellen alle wirklich gut.
00:31:38: Also ich hatte natürlich mal bessere, mal schlechte Erfahrungen aber meine letzte Arbeitsstelle fand ich auf jeden Fall gut.
00:31:44: Aber natürlich es hat.
00:31:46: also was für mich so jetzt in nachgang zu den roten faden durchgezogen hat war einfach das ich immer wieder gemerkt habe dass sich das thema ordnung sehr stark priorisiert hat.
00:31:56: natürlich hab ich meine aufgaben in jedem job erledigt die sollte die mit zutelt wurden aber es hat sich immer wieder durchgezogen auch damals in der ausbildung also in der wirtschaft informatik ausbildung mit dem dokumente einscannen digitale ablage aufbauen.
00:32:11: Raumerstätteausbildung habe ich zum Beispiel auch mal Schrauben sortiert mit einer Freundin, mit der ich jetzt heute tatsächlich noch befreundet bin.
00:32:19: Und ich habe halt auch als ich dann beim Steuerberater oder am Handwerk und so war immer wieder Sachen gehabt wo ich gern aufgeräumt hab und die Freiräume zum Aufräumen genutzt haben.
00:32:28: also ich habe meine Hauptaufgaben nicht vernachlässigt.
00:32:30: aber ich habe schon immer gemerkt also gerade als ich beim Steuer berater war saß sich halt vorne komplett allein an der Zentrale als Vollzeitkraft sehr viel mit Listen und Systemen und Beschriftungen gemacht, weil ich sonst gar nicht mich zurechtgefühlen hätte.
00:32:44: Und auch Angst hatte das an sich nicht zu recht finden.
00:32:46: jetzt bekomme ich ja teilweise sogar das Feedback dass die nachfolgenden Personen die da als Arbeit mit meiner Ordnung immer noch gut zurechten kommt Und das finde ich halt total toll, dass ist für mich ein riesengroßes Kompliment.
00:32:56: und da merkt man aber dann wieder ja es spart halt einfach Zeit.
00:33:00: Das ist halt einfach Fakt.
00:33:01: also wir haben wieder bei diesem Thema und ich wollte nur sagen es hat sich für mich einfach so durchgezogen durch die Jobs was ich gemerkt habe das Thema Ordnung macht mir ultra viel Spaß und Es fällt mir so schwer das war immer wie so ein bisschen unterdrücken.
00:33:15: Also, dass ich gemerkt habe.
00:33:16: Ich will es eigentlich gerne mehr machen aber das passt gerade nicht zu dem Job den ich gerade hab und deswegen habe ich das halt jetzt ja.
00:33:22: seit fünf einhalb Jahren mache ich das jetzt mit der Selbstständigkeit Und habe ich letztens auch schon in einer Podcast Folge gesagt, dass sich immer noch bei den Kunden wo ich hinfahre also vor Ort räume ich ja stärker auf als jetzt online weil ich da ja mir anpacken kann Dass ich immer noch genau die gleiche Euphorie hab wie beim ersten Kunden, also das hat sich nicht verändert.
00:33:43: Also wenn manchen Jobs sagt man ja am Anfang war das alles toll und jetzt ist es nicht mehr so toll.
00:33:47: Und bei dem Job also Job in Anführungsstrichen den ich jetzt mache ist das so geblieben dass ich wirklich immer wieder begeistert erzähle und das liebe und wirklich sodass einfach gleichbleibend ist von vom Spaß Ja genau Unser Wort zum Sonntag oder zum Montag.
00:34:10: Ja, sehr schön!
00:34:11: Jetzt sind wir schon bei sechs, dreißig Minuten.
00:34:14: Musst du schneiden?
00:34:15: Nein, ach das passt.
00:34:16: Wir lassen alles drinnen marmen.
00:34:18: Alles muss hier kein Mitgehörter werden.
00:34:25: Ich war gerade mit ihm eine große Runde, aber jetzt haben wir so lange gequatscht.
00:34:29: Wir können gleich mal in den Garten gehen.
00:34:31: Auf jeden Fall vielen Dank dass ihr zugehört habt!
00:34:34: Ich hoffe euch haben die beiden Folgen mit meiner Mutter gefallen.
00:34:37: ich freue mich natürlich immer sehr bei einer Bewertung und wenn ihr noch Themenvorschläge habt, die ich gemeinsam mit meiner durchlaufen kann, ansprechen kann wie auch immer.
00:34:47: Dann schreibt sie sehr gerne.
00:34:48: entweder schickts mir per E-Mail oder schreibt es gerne in die Kommentare und dann wünsche ich euch jetzt eine wunderschöne Woche!
00:34:54: Macht's gut!
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